Epilog:
…. Jetzt neuen Mutes, startete der vierte Satz beinahe euphorisch. Das resultierte, wie zu erwarten, in einem Überschwang und recht schnell sahen wir uns einem 5:10 Rückstand entgegen. Und das war der Moment, in dem zwei Helden geboren wurden….
Das Ende des spannendsten Event-Spieltages der Saison hätte nicht besser laufen können. Unserer Mannschaft, den Herren 1 des VSV Jena oblag die Verantwortung, den Dreifach-Spieltag mit einem fulminanten Abschluss zu krönen. Zuvor hatten die Damen eins recht deutlich gewonnen und die Herren zwei, ebenfalls recht deutlich, verloren.
Nun mussten wir gegen unsere Lieblings-Konkurrenten aufs Feld und hofften darauf, es für das Publikum ein bisschen unterhaltsamer zu gestalten.
Für den optimalen Spannungsaufbau war es also nötig, in den ersten beiden Sätzen ordentlich auf die “Gusche” zu bekommen. Das gelang uns nur halb, ganz VSV unüblich verschliefen wir nämlich nicht den Spielbeginn und blieben bis zum 10:10 auf Augenhöhe mit dem Gegner. Dann fokussierten wir uns jedoch wieder auf unseren Job, und ließen da nichts anbrennen: 18:25 Niederlage im ersten und 25:19 Niederlage im zweiten Satz. Oelsnitz machte uns das Verlieren auch recht einfach und spielte einen sehr guten, sicheren Volleyball mit wenigen Eigenfehlern.
Obwohl wir uns also exakt an das Drehbuch hielten, war der Coach in der verlängerten Satzpause bei der Kabinenansprache ziemlich sauer. Die ersten zwei Sätze zu verlieren macht dem, der die Verantwortung für den Laden hat, nun mal keinen Spaß. Trotzdem wurde Ruhe bewahrt und das Team zu erneuter Kraftanstrengung motiviert. Der anstrengende Teil lag ja noch vor uns.
Wie ausgewechselt kamen wir auf das Feld und produzierten statt den 14 Eigenfehlern aus dem zweiten Satz (ein Hoch auf die Statistiksoftware) nur 5 Malheure. Das ganze Team riss sich zusammen und ein deutlicher 25:19 Sieg konnte erwirtschaftet werden.
Jetzt neuen Mutes, startete der vierte Satz beinahe euphorisch. Das resultierte wie zu erwarten gewesen in einem Überschwung und recht schnell sahen wir uns einem 5:10 Rückstand entgegen. Coach Rogow sah sich mit dem Rücken an der Wand. Jungzuspieler Franz Stückrad wurde eingewechselt und entschied sich den ersten Pass über Kopf auf Diagonalgriff und Athletikmonster Felix Roller zu spielen. Ungeachtet des Blocks prügelte der das Ding auf das Parkett des Gegners. Und das war der Moment, in dem zwei Helden geboren wurden. Unterstützt von einem bockstarken Annahmeriegel, der den Aufstieg dieser beiden ermöglichte, spielte Stückrad Pässe wie eine Ballmaschine. Kopfpass nach Kopfpass versenkte Roller beim Gegner. So konnten wir an Oelsnitz vorbeiziehen und Satz vier für uns entscheiden.

Kurz zur Erinnerung:
Anfang des Jahres sahen wir uns exakt derselben Situation gegenüber. Zwei zu Zwei gegen Oelsnitz in der eigenen Halle, die zu einem Drittel mit der Sperkenfront, dem Fanclub der Oelsnitzer und zum Rest mit unseren Fans gefüllt war. Damals verloren wir den Tiebreak nach einem dennoch guten Spiel. Das wollten wir auf keinen Fall erneut.
Satz fünf war ein Kopf-an-Kopf Rennen, wie es im Buche steht. Weiterhin getragen von der Roller-Stückrad Kombination auf dem Fundament des Annahmeriegels machten wir stetig Punkt für Punkt. Ähnlich sah es auf Oelsnitzer Seite aus, die ihrerseits das Sideout hielten. Das letzte Zünglein an der Waage stellte dann ein langer Diagonalangriff von Eric Turek dar, der das Spiel mit 16:14 für uns beendete.
Danke an das Publikum, den Moderator Lars Wolf und alle Helfer und Helferinnen, ihr habt diesen Abend unvergesslich gemacht! Ich hoffe, Ihr hattet Spaß. Bis in zwei Wochen!

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